Diagnosegerät an einem Fahrzeug in einer Kfz-Werkstatt

Wie wird man Kfz-Meister? Voraussetzungen, Kosten und Dauer

Ratgeber Beruf
Aktualisiert: 30. September 2026 Redaktion:

Wie wird man Kfz-Meister? Sie brauchen die bestandene Gesellenprüfung im Kfz-Handwerk und legen danach die Meisterprüfung ab. Sie besteht aus vier Teilen. Ein Vorbereitungskurs ist nicht Pflicht, aber üblich. Er dauert in Vollzeit einige Monate, in Teilzeit oft rund zwei Jahre. Die Kosten können Sie mit dem Aufstiegs-BAföG deutlich senken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Meisterprüfung wird zugelassen, wer die Gesellenprüfung im zulassungspflichtigen Handwerk bestanden hat (§ 49 HwO).
  • Die Meisterprüfung besteht aus vier Teilen: Fachpraxis, Fachtheorie, Betriebswirtschaft und Recht sowie Berufs- und Arbeitspädagogik.
  • Für alle vier Kursteile nennt die Handwerkskammer zu Leipzig rund 12.900 Euro Gebühren.
  • Das Aufstiegs-BAföG fördert Lehrgangs- und Prüfungskosten bis 15.000 Euro, die Hälfte davon als Zuschuss.
  • Der Meisterbrief gilt als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung für alle Studienfächer.

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Ausbildung zum KFZ-Meister

Diagnosegerät an einem Fahrzeug in einer Kfz-Werkstatt
Fahrzeugdiagnose gehört zum Prüfungsstoff im Meisterteil I.

Um KFZ-Meister zu werden, ist eine berufliche Weiterbildung erforderlich. Bereits eine anerkannte Ausbildung in der KFZ-Branche, in der Regel als KFZ-Mechatroniker, muss zuvor abgeschlossen worden sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einer Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und zusätzlicher Berufserfahrung im KFZ-Handwerk ebenfalls zur Meisterprüfung zugelassen zu werden.

Um sich gezielt auf die Meisterprüfung vorzubereiten, kann ein KFZ-Meisterkurs besucht werden. Dieser Kurs wird sowohl in Vollzeit, Teilzeit als auch als Fernkurs angeboten, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Was kostet der Kurs? Das hängt stark vom Anbieter ab. Für die fachlichen Teile I und II verlangen etwa die Kammern in München und Rheinhessen 7.600 bis 8.150 Euro. Die Handwerkskammer zu Leipzig nennt für alle vier Teile rund 12.900 Euro. Dazu kommen Prüfungsgebühren. Alle Beträge sind Richtwerte, Stand 2026.

Wie lässt sich das finanzieren? Das Aufstiegs-BAföG übernimmt Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis 15.000 Euro. Die Hälfte davon ist ein Zuschuss. Den Rest gibt es als günstiges KfW-Darlehen. Nach bestandener Prüfung werden 50 Prozent des offenen Darlehens erlassen. Die Teilnahme an einem solchen Kurs ist jedoch nicht zwingend erforderlich, sondern dient als zusätzliche Vorbereitung auf die Meisterprüfung.

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Vorteile der KFZ-Meister Ausbildung:

  • Vertiefung und Erweiterung der fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten im KFZ-Bereich
  • Qualifikation für Führungspositionen in KFZ-Betrieben
  • Möglichkeit zur Selbstständigkeit und Eröffnung einer eigenen Werkstatt
  • Verbesserte Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten

Mit einer abgeschlossenen KFZ-Meister Ausbildung eröffnen sich vielfältige Perspektiven in der Automobilbranche. Der Meistertitel ermöglicht nicht nur eine höhere berufliche Position, sondern auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Zudem gilt der Meisterbrief als allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Ein Studium ist damit auch ohne Abitur möglich, und zwar in allen Fächern.

Wie ist die Meisterprüfung aufgebaut?

Die Prüfung hat vier Teile. Sie können sie in beliebiger Reihenfolge ablegen. Die Stundenzahlen stammen aus dem Kursangebot der Handwerkskammer zu Leipzig:

  • Teil I, Fachpraxis: rund 300 Unterrichtsstunden
  • Teil II, Fachtheorie: rund 570 Unterrichtsstunden
  • Teil III, Betriebswirtschaft und Recht: rund 264 Unterrichtsstunden
  • Teil IV, Berufs- und Arbeitspädagogik: rund 120 Unterrichtsstunden

Wie lange dauert der Meisterkurs?

Das hängt von der Kursform ab. In Vollzeit dauert allein Teil II etwa vier Monate. In Teilzeit laufen die Teile I und II oft rund zwei Jahre, abends und an einzelnen Samstagen. Die Teile III und IV kommen jeweils hinzu.

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1. Oktober 2026 15:56

Karrierechancen und Gehalt als KFZ-Meister

Leere, aufgeräumte Kfz-Werkstatt mit Hebebühne
Mit dem Meisterbrief ist die eigene Werkstatt möglich.

Der KFZ-Meister bietet attraktive Karrierechancen in der Automobilbranche. Mit dem Meistertitel kann man sich selbstständig machen und eine eigene Werkstatt gründen. Dies ermöglicht eine große unternehmerische Freiheit und die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse direkt umzusetzen. Zudem eröffnen sich gute Chancen auf eine Führungsposition oder eine Anstellung in einem etablierten KFZ-Betrieb. Durch den Meistertitel kann man sich als Experte seines Fachs präsentieren und seine Karriere vorantreiben.

Eine weitere interessante Perspektive für KFZ-Meister besteht in einem Hochschulstudium in der Automobilbranche. Es bietet die Möglichkeit, sich weiter zu spezialisieren und fundierte Kenntnisse in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Management zu erwerben. Interessanterweise ist ein Abitur nicht zwingend erforderlich, um sich für ein solches Studium zu bewerben. Ein erfolgreich abgelegter Meisterbrief kann als Zugangsberechtigung dienen, was den KFZ-Meistertitel zu einer wertvollen Brücke zwischen Handwerk und Wissenschaft macht.

In Bezug auf das Gehalt bietet die Position des KFZ-Meisters attraktive Verdienstmöglichkeiten. Eine feste Zahl lässt sich kaum nennen. Aktuelle Medianwerte nach Region zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Gehalt je nach Berufserfahrung, Verantwortungsbereich und Standort variieren kann. Zusätzliche Qualifikationen und Spezialisierungen können ebenfalls zu einem höheren Gehalt führen. Insgesamt bietet die Karriere als KFZ-Meister sowohl berufliche Perspektiven als auch finanzielle Stabilität.

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1. Oktober 2026 15:56

Häufige Fragen

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um KFZ-Meister zu werden?

Um KFZ-Meister zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Nötig ist die bestandene Gesellenprüfung im Kfz-Handwerk. Pflicht-Berufsjahre schreibt die Handwerksordnung dafür in der Regel nicht vor. Es besteht auch die Möglichkeit, mit einer Gesellenprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf und mehrjähriger Erfahrung im Kfz-Handwerk die Zulassung zur KFZ-Meisterprüfung zu erhalten.

Wie kann man sich auf die KFZ-Meisterprüfung vorbereiten?

Es besteht die Möglichkeit, einen KFZ-Meisterkurs zu belegen, der sowohl in Vollzeit, Teilzeit als auch als Fernkurs angeboten wird. Die Kosten hängen vom Anbieter ab. Für alle vier Teile nennt etwa die Handwerkskammer zu Leipzig rund 12.900 Euro, Stand 2026. Das Aufstiegs-BAföG fördert Lehrgangs- und Prüfungskosten bis 15.000 Euro. Die Teilnahme an einem KFZ-Meisterkurs ist nicht zwingend erforderlich, kann aber helfen, sich gezielt auf die Meisterprüfung vorzubereiten.

Welche Karrierechancen bietet der KFZ-Meister?

Der KFZ-Meister bietet attraktive Karrierechancen in der Automobilbranche. Mit dem Meistertitel kann man sich selbstständig machen und eine eigene Werkstatt gründen. Alternativ gibt es gute Chancen auf eine Führungsposition oder eine Anstellung in einem KFZ-Betrieb. Ein Hochschulstudium in der Automobilbranche ist ebenfalls möglich, auch ohne Abitur, mit einem erfolgreich abgelegten Meisterbrief.

Wie hoch ist das Gehalt eines KFZ-Meisters?

Das Gehalt hängt von Region, Betrieb, Tarifbindung und Verantwortung ab. Aktuelle Medianwerte zeigt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit.

Quellen