Weite Landschaft mit mehreren Fallschirmen am Himmel bei Sonnenaufgang

Wie wird man Fallschirmjäger? Laufbahnen und Voraussetzungen bei der Bundeswehr

Beruf und Karriere
Aktualisiert: 18. Oktober 2026 Redaktion:

Wie wird man Fallschirmjäger? Der Weg beginnt mit einer Bewerbung bei der Bundeswehr, und zwar als Mannschaft, als Feldwebel oder als Offizier. Wie lange Sie sich dann verpflichten, hängt von der Laufbahn ab. Wir haben dafür am 18. Oktober 2026 die Seiten der Bundeswehr gelesen und fassen zusammen, wie die Eignungsfeststellung abläuft, wo gelernt wird und was gezahlt wird. Wo wir nichts belegen konnten, sagen wir das offen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wie wird man es? Mit einer Bewerbung bei der Bundeswehr als Mannschaft, Feldwebel oder Offizier.
  • Wie lange verpflichtet man sich? Die Regelverpflichtungszeit beträgt 12, 15 oder 13 Jahre, je nach Laufbahn.
  • Wo dienen Fallschirmjäger? In der Luftlandebrigade 1 mit Stab in Saarlouis und Regimentern in Zweibrücken und Seedorf.
  • Wie läuft die Bewerbung? Das Assessment im Karrierecenter dauert in der Regel zwei Tage, Mindestalter 17 Jahre.
  • Was wird gezahlt? Wehrsold derzeit 2.600 Euro brutto, dazu 161,06 Euro Fallschirmspringerzulage.
  • Was fehlt? Den Sprunglehrgang für Mannschaften und Feldwebel und die Zahl der Sprünge konnten wir nicht belegen.
  • Was haben wir gestrichen? Ein früheres Zitat ohne Quelle.

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Wie wird man Fallschirmjäger? Der Weg im Überblick

Weite Landschaft mit mehreren Fallschirmen am Himmel bei Sonnenaufgang

Wie wird man Fallschirmjäger? Sie bewerben sich bei der Bundeswehr und gehen als Mannschaft, Feldwebel oder Offizier in die Fallschirmjägertruppe des Heeres. Die Luftlandebrigade 1 vereint laut Bundeswehr alle Fallschirmjäger, rund 4.400 Soldaten (Stand 12. August 2025). Wir haben die Angaben am 18. Oktober 2026 auf den Seiten der Bundeswehr geladen.

Auch zur Ausbildung, zur Eignungsfeststellung und zur Bezahlung finden Sie unten Angaben der Bundeswehr. Was wir nicht belegen konnten, steht in einem eigenen Abschnitt.

Die drei Laufbahnen im Vergleich

Welche Laufbahn passt zu Ihnen? Die Karriereseiten der Bundeswehr unterscheiden bei den Fallschirmjägern Mannschaften, Feldwebel und Offiziere. Die Zahlen stammen von der Seite für Mannschaften und Feldwebel und von der Seite für Offiziere:

LaufbahnVoraussetzungen laut BundeswehrRegelverpflichtungszeit
MannschaftenVollzeitschulpflicht erfüllt, Bereitschaft zu bundesweiter Versetzung und zu Auslandseinsätzen12 Jahre, als freiwillig Wehrdienstleistende 7 bis 23 Monate
Feldwebelmindestens Hauptschule plus Berufsausbildung oder Realschulabschluss15 Jahre
OffiziereFachhochschulreife, deutsche Staatsbürgerschaft, Mindestalter 17 Jahre, Bereitschaft zu Dienst bundesweit und im Ausland13 Jahre

Bei verwertbarer Vorausbildung wird es kürzer. Für Mannschaften nennt die Bundeswehr dann mindestens 2 Jahre, für Feldwebel 8 bis 13 Jahre. Offiziere mit verwertbarem Hochschulstudium verpflichten sich ebenfalls für 8 bis 13 Jahre.

Zum Offizierweg gehört laut Bundeswehr ein Bachelor- oder Masterstudium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr. Die Seite nennt außerdem einen Eid, Deutschland treu zu dienen. Das Mindestalter und die Staatsbürgerschaft stehen nur beim Offizierprofil, für Mannschaften und Feldwebel haben wir dazu nichts gefunden.

Was Fallschirmjäger tun

Was gehört zu den Aufgaben? Die Karriereseite nennt die bewaffnete Rückführung deutscher Staatsbürger aus Krisengebieten und den Kampf gegen irreguläre Kräfte. Dazu kommen kurzfristige Einsätze zu Beginn größerer Operationen, auch zusammen mit Spezialkräften wie dem KSK. Die Truppe heißt dort auch Luftlandetruppe.

Fallschirmjäger kämpfen nach den Grundsätzen der Infanterie, so die Bundeswehr. Fallschirmjägerverbände gibt es im Heer seit 1956. Feldwebel führen und bilden Soldaten in Gefechtshandlungen und besonderen Operationen aus und sorgen für die Einsatzbereitschaft von Personal und Material.

Ausbildung und Fallschirmspringen

Heller Schreibtisch mit Aktenordner, Notizbuch und Landkarte

Wie läuft die Ausbildung? Nach der Karriereseite lernen Mannschaften in der Ausbildung das grundlegende militärische Training und das Fallschirmspringen. Offiziere trainieren regelmäßig den militärisch-taktischen Fallschirmsprung und führen Landeoperationen eigenverantwortlich.

Wo lernt man das Springen? Die Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt nennt die Bundeswehr das Mutterhaus der Fallschirmjägertruppe. Dort laufen unter anderem der Fallschirmspringerlehrgang, der Freifalllehrgang und der Lufttransport- und Luftverladelehrgang.

Wie lange dauert der Lehrgang? Für den Weg zum Fallschirmjägeroffizier nennt die Bundeswehr den Fallschirmspringerlehrgang als Voraussetzung. Er dauert sechs Wochen (Bundeswehr, Bericht von 2023). Für Mannschaften und Feldwebel haben wir keine eigene Angabe gefunden. Auch die Zahl der Sprünge steht dort nicht.

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30. Oktober 2026 10:11

Bewerbung und Eignungsfeststellung

Wie läuft die Bewerbung ab? Das Assessment findet im Karrierecenter statt. Das Karrierecenter Düsseldorf schreibt, Sie sollten zwei Tage mit einer Übernachtung einplanen. Wer weniger als zwei Jahre dienen will, braucht unter Umständen nur einen Tag (Bundeswehr).

Zum Assessment gehören dort unter anderem eine medizinische Untersuchung, ein Sporttest, ein Computertest und ein Gespräch. Die Mindestanforderungen im Sporttest nennt die Bundeswehr auf ihrer eigenen Seite. Wir haben sie nicht geprüft.

Wie alt müssen Sie sein? Die Bundeswehr stellt Soldaten frühestens mit 17 Jahren und nur mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten ein. Die Einstellung als Soldat auf Zeit ist grundsätzlich bis zum vollendeten 62. Lebensjahr möglich (Bundeswehr). Eine eigene Altersregel für Fallschirmjäger haben wir nicht gefunden.

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29. Oktober 2026 21:13

Wo Fallschirmjäger stationiert sind

Wohin geht es? Die Luftlandebrigade 1 hat ihren Stab in Saarlouis im Saarland. Sie besteht aus zwei Regimentern: Das Fallschirmjägerregiment 26 sitzt in Zweibrücken in Rheinland-Pfalz, aufgestellt 2015, mit rund 1.800 Soldaten. Das Fallschirmjägerregiment 31 sitzt in Seedorf in Niedersachsen, aufgestellt 2014, ebenfalls mit rund 1.800 Soldaten.

Beide gehören zur Division Schnelle Kräfte. Sie fasst laut Bundeswehr die leichten und schnellen Kräfte des Heeres zusammen, darunter Spezialkräfte, deutsche und niederländische Fallschirmjäger und Heeresflieger, mit rund 18.000 Soldaten.

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30. Oktober 2026 10:11

Was verdient ein Fallschirmjäger?

Wie wird bezahlt? Die Bundeswehr nennt für freiwillig Wehrdienstleistende im niedrigsten Dienstgrad einen Wehrsoldgrundbetrag von derzeit 2.600 Euro brutto im Monat. Für Soldaten auf Zeit im niedrigsten Dienstgrad liegt das Grundgehalt bei rund 2.700 Euro (Bundeswehr, Stand August 2026).

Dazu kommt eine Zulage für Fallschirmspringer. Sie beträgt 161,06 Euro im Monat, für Soldaten, die nur zum Üben verpflichtet sind, 48,31 Euro. Sie setzt den Fallschirmspringerschein voraus (Erschwerniszulagenverordnung, § 23h). Das Grundgehalt für höhere Dienstgrade haben wir nicht geprüft, denn die geladene Besoldungstabelle trägt den Stand März 2024.

Was wir nicht geprüft haben

Welche Angaben fehlen? Die Nettobeispiele der Karriereseiten übernehmen wir nicht. Wir haben auch keine Besoldungstabelle für höhere Dienstgrade und keine Mindestanforderungen für den Sporttest geprüft. Den Sprunglehrgang für Mannschaften und Feldwebel konnten wir nicht belegen, ebenso wenig die Zahl der Sprünge. Ein früheres Zitat ohne Quelle, das auf dieser Seite stand, haben wir entfernt. Lassen Sie sich vor einer Verpflichtung bei der Karriereberatung der Bundeswehr informieren.

Fazit: Fallschirmjäger werden

Fallschirmjäger werden Sie über eine Bewerbung bei der Bundeswehr als Mannschaft, Feldwebel oder Offizier. Die Verpflichtung dauert in der Regel 12, 15 oder 13 Jahre. Die Truppe ist in der Luftlandebrigade 1 zusammengefasst. Das Assessment dauert in der Regel zwei Tage. Was der Sprunglehrgang für Mannschaften und Feldwebel verlangt, konnten wir nicht belegen. Alle Angaben stammen von den Seiten der Bundeswehr vom 18. Oktober 2026.

Häufige Fragen

Wie läuft die Eignungsfeststellung ab?

Im Karrierecenter, in der Regel an zwei Tagen mit einer Übernachtung. Dazu gehören laut Bundeswehr eine medizinische Untersuchung, ein Sporttest, ein Computertest und ein Gespräch (Bundeswehr).

Wo lernt man das Fallschirmspringen?

An der Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt, die die Bundeswehr als Mutterhaus der Fallschirmjägertruppe bezeichnet (Bundeswehr).

Was verdient ein Fallschirmjäger?

Die Bundeswehr nennt für den niedrigsten Dienstgrad derzeit 2.600 Euro Wehrsold brutto bei freiwilligem Wehrdienst. Dazu kommt eine Fallschirmspringerzulage von 161,06 Euro im Monat (Gesetz).

Ab welchem Alter geht es?

Frühestens mit 17 Jahren und mit schriftlicher Zustimmung der Erziehungsberechtigten (Bundeswehr).

Wie wird man Fallschirmjäger?

Mit einer Bewerbung bei der Bundeswehr als Mannschaft, Feldwebel oder Offizier. Die Fallschirmjäger des Heeres sind in der Luftlandebrigade 1 zusammengefasst.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Das hängt von der Laufbahn ab. Mannschaften brauchen die erfüllte Vollzeitschulpflicht, Feldwebel mindestens Hauptschule plus Berufsausbildung oder Realschulabschluss, Offiziere die Fachhochschulreife (Bundeswehr, Offizier).

Wie lange verpflichtet man sich?

Als Regelverpflichtungszeit nennt die Bundeswehr 12 Jahre für Mannschaften, 15 Jahre für Feldwebel und 13 Jahre für Offiziere. Mit verwertbarer Vorausbildung ist es kürzer.

Wo sind Fallschirmjäger stationiert?

Stab der Luftlandebrigade 1 ist Saarlouis. Die Regimenter liegen in Zweibrücken (Regiment 26) und Seedorf (Regiment 31).

Was machen Fallschirmjäger?

Laut Bundeswehr führen sie unter anderem die bewaffnete Rückführung deutscher Staatsbürger aus Krisengebieten durch und kämpfen gegen irreguläre Kräfte. Sie kämpfen nach den Grundsätzen der Infanterie.

Quellen