Stimmungsvoller Weinkeller mit gemauerten Gewölben, Holzfässern und Flaschenregalen im warmen Licht

Wie wird man Sommelier? Zulassung, Weiterbildung und Prüfung bei der IHK

Beruf und Karriere
Aktualisiert: 13. Oktober 2026 Redaktion:

Sommelier werden: Wie geht das eigentlich? Der anerkannte Weg führt über die IHK. Dort gibt es die Weiterbildung zum Geprüften Berufsspezialisten Sommelier. Zugelassen werden zum Beispiel Restaurantfachleute, Winzer oder Menschen, die mindestens vier Jahre in der Branche gearbeitet haben. Laut BERUFENET dauert die Weiterbildung sechs bis vierzehn Monate in Teilzeit. Was Sie dafür brauchen, wie die Prüfung läuft und warum wir zu Gehalt und Kosten keine Zahl nennen, lesen Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der anerkannte Weg ist die IHK-Weiterbildung zum Geprüften Berufsspezialisten Sommelier, ein Vorbereitungslehrgang ist laut BERUFENET nicht vorgeschrieben.
  • Zugelassen werden zum Beispiel Restaurantfachleute, Winzer mit Berufspraxis oder Personen mit mindestens vier Jahren einschlägiger Berufspraxis.
  • Die Weiterbildung dauert laut BERUFENET sechs bis vierzehn Monate in Teilzeit, die IHK nennt in der Regel mindestens 400 Stunden.
  • Die Prüfung hat einen schriftlichen Teil mit Fachgespräch und einen fachpraktischen Teil mit Verkostungen.
  • Zu Gehalt und Kosten nennen die Quellen keine Zahl, deshalb nennen wir auch keine. Die zuständige IHK gibt Auskunft.

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Was macht ein Sommelier?

Stimmungsvoller Weinkeller mit gemauerten Gewölben, Holzfässern und Flaschenregalen im warmen Licht

Sommeliers erledigen laut BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit (Stand 4. Mai 2026) den kompletten Weinservice. Sie beraten Gäste bei der Auswahl, nehmen Bestellungen auf und servieren die Weine fachgerecht. Außerdem wählen sie das Weinsortiment aus, gestalten die Weinkarte und pflegen Kontakte zu Weinproduzenten. Im Handel stellen sie das Produktangebot vor und führen Weinproben durch.

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13. Oktober 2026 12:47

Wie wird man Sommelier? Der anerkannte IHK-Abschluss

Der anerkannte Weg heißt Geprüfter Berufsspezialist Sommelier (IHK). Dahinter steckt eine Weiterbildungsprüfung, die die IHKs regeln. Einen Vorbereitungslehrgang schreibt BERUFENET nicht vor. Die IHK Region Stuttgart ordnet den Abschluss auf Niveau 5 des Deutschen Qualifikationsrahmens ein.

Wichtig zu wissen: Das Wort Sommelier ist im Alltag nicht an diesen Abschluss gebunden. Es gibt auch andere Programme mit eigenen Titeln. Wir beschreiben hier nur den IHK-Weg, weil nur dafür belastbare Quellen vorliegen, und empfehlen keinen Anbieter.

Voraussetzungen: Wer darf zur Prüfung?

Wer darf zur Prüfung? Das regeln die IHKs in ihren Besonderen Rechtsvorschriften. Wir haben die Fassung der IHK Koblenz gelesen. Danach darf teilnehmen, wer zum Beispiel Restaurantfachmann ist oder Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie. Auch eine andere dreijährige gastronomische Ausbildung genügt, wenn danach mindestens ein Jahr Berufspraxis folgt.

Auch Winzer kommen infrage, mit mindestens zwei Jahren Berufspraxis. Wer einen anderen anerkannten Ausbildungsberuf hat, braucht mindestens drei Jahre Berufspraxis. Und ohne Ausbildung genügen mindestens vier Jahre Berufspraxis. Die Praxis muss wesentliche Bezüge zur Gastronomie haben und nachgewiesen werden. Wer vergleichbare Fähigkeiten glaubhaft machen kann, wird nach der Vorschrift ebenfalls zugelassen.

Die Prüfung nimmt die zuständige IHK ab, andere IHKs haben eigene Vorschriften. Fragen Sie deshalb bei der IHK in Ihrer Region nach, ob dort dieselben Regeln gelten.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Das hängt vom Anbieter ab. BERUFENET nennt sechs bis vierzehn Monate in Teilzeit, je nach Bildungsangebot und Lernform. Die IHK-Rechtsvorschrift spricht von einem Lernumfang von in der Regel mindestens 400 Stunden. Beides passt zusammen, wenn Sie neben dem Beruf lernen.

Was lernt man und wie läuft die Prüfung?

Elegant gedeckter Restauranttisch mit zwei Weingläsern, Karaffe und Weinflasche in Abendstimmung

Worum geht es inhaltlich? Um vier Bereiche. Erstens um die Führung des Restaurantbetriebs, also Budgets, Kalkulation, Einkauf und Weinkeller. Zweitens um Marketing. Drittens um die Beratung und Betreuung von Gästen. Und viertens um Wein- und Getränkekunde, etwa Herstellungsmethoden und die sensorische Beurteilung von Weinen.

Die Prüfung hat zwei Teile. Zuerst kommt der schriftliche Teil, dazu ein Fachgespräch von 20 bis 30 Minuten über eine Situation aus der Praxis. Danach folgt der praktische Teil, mit mündlichen, praktischen und schriftlichen Aufgaben und mit Verkostungen. Bestanden hat, wer nach der Koblenzer Vorschrift in jeder Prüfungsleistung mindestens 50 Punkte erreicht.

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13. Oktober 2026 12:47

Was verdient ein Sommelier und was kostet die Weiterbildung?

Zahlen dazu können wir nicht nennen. In den Quellen, die wir geprüft haben, steht weder ein Verdienst noch ein Preis für die Weiterbildung. Der alte Beitrag nannte eine Zahl ohne Beleg, die haben wir gestrichen. Die Kosten erfahren Sie beim Anbieter oder bei der zuständigen IHK. Das Gehalt hängt, so viel lässt sich sagen, vom Betrieb ab und wird dort verhandelt.

Fazit: So wird man Sommelier

Sommelier werden Sie über die IHK-Weiterbildung zum Geprüften Berufsspezialisten Sommelier. Zugelassen wird, wer in der Gastronomie oder als Winzer ausgebildet ist oder genug Berufspraxis nachweisen kann.

Der beste erste Schritt: Fragen Sie bei Ihrer IHK nach den Zulassungsregeln und den Terminen der nächsten Prüfung.

Häufige Fragen

Wie wird man Sommelier?

Über die IHK-Weiterbildung zum Geprüften Berufsspezialisten Sommelier. Sie ist eine Weiterbildungsprüfung nach den Regelungen der IHKs (BERUFENET, Stand 04.05.2026).

Welche Voraussetzungen braucht man?

Zum Beispiel eine gastronomische Ausbildung, bei manchen mit ein bis drei Jahren Berufspraxis, oder mindestens vier Jahre Berufspraxis ohne Ausbildung. Die IHK-Rechtsvorschrift nennt mehrere Varianten.

Wie lange dauert die Weiterbildung?

Laut BERUFENET sechs bis vierzehn Monate in Teilzeit, je nach Anbieter. Die IHK nennt in der Regel mindestens 400 Stunden Lernumfang.

Was lernt man in der Weiterbildung?

Management des Restaurantbetriebs, Marketing, Gäste beraten und bewirten sowie wein- und getränkekundliche Kenntnisse.

Wie läuft die Prüfung ab?

Es gibt handlungsspezifische Qualifikationen mit schriftlichen Teilen und einem Fachgespräch sowie fachpraktische Qualifikationen mit Verkostungen (IHK Koblenz).

Quellen