Fertig zubereiteter Diät-Shake im Glas mit Haferflocken und Beeren

Welcher Shake zum Abnehmen ist der beste? Das sagt der große Stiftung-Warentest-Check

Ratgeber Ernährung
Aktualisiert: 19. September 2026 Redaktion:

„Welcher Shake zum Abnehmen ist der beste“ lässt sich seriös nicht mit einem einzigen Produktnamen beantworten, egal was dir Werbeversprechen erzählen. Stiftung Warentest hat 20 Abnehm-Shakes geprüft, und das Ergebnis ist ernüchternd: Nur zwei schnitten insgesamt gut ab. Dieser Beitrag zeigt, was der Test tatsächlich gefunden hat, wie Abnehm-Shakes überhaupt wirken dürfen und worauf du beim Kauf wirklich achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest prüfte 20 Abnehm-Shakes bekannter und günstiger Marken. Nur zwei erhielten insgesamt die Note „gut“, der Rest reichte von befriedigend bis mangelhaft.
  • Häufige Mängel waren Schadstoffe, Keime und fehlende Pflichtangaben auf der Verpackung, nicht die grundsätzliche Wirksamkeit beim Abnehmen.
  • Abnehm-Shakes dürfen laut EU-Recht nur dann mit einer Wirkung auf das Körpergewicht werben, wenn sie höchstens 250 Kalorien pro Portion enthalten und reguläre Mahlzeiten im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung ersetzen.
  • Auch die günstige dm-Eigenmarke war Teil des Tests, ein hoher Preis war kein Garant für ein gutes Ergebnis.
  • Für Schwangere, Stillende, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind Abnehm-Shakes nicht pauschal geeignet.

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Gibt es überhaupt „den einen besten“ Abnehm-Shake?

Kurz gesagt: nein, jedenfalls nicht so pauschal, wie es viele Anbieter versprechen. Stiftung Warentest hat 20 Abnehm-Shakes geprüft, von bekannten Marken wie Almased, Herbalife und Slimfast bis zu günstigen Eigenmarken von dm und Rossmann. Das Ergebnis: Die Gesamtnoten reichten von gut bis mangelhaft, aber insgesamt gut schnitten am Ende nur zwei der 20 Produkte ab. Ein einzelner „bester“ Shake für alle lässt sich daraus nicht seriös ableiten, wohl aber eine klare Richtung, worauf es ankommt.

Auffällig ist dabei: Viele Suchergebnisse zu diesem Thema werben mit eigenen „Testsiegern“, ohne dass ein nachvollziehbarer eigener Test dahintersteht. Dieser Beitrag verzichtet bewusst auf eine erfundene Rangliste und stützt sich stattdessen auf den tatsächlich durchgeführten, unabhängigen Test.

Wie Abnehm-Shakes überhaupt wirken, und wo die Grenze ist

Abnehm-Shakes sind rechtlich Mahlzeitersatzprodukte. Sie ersetzen eine oder mehrere Hauptmahlzeiten durch ein kalorienreduziertes Pulver, meist zu einem Shake mit Wasser oder Milch angerührt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit kam bereits 2010 in einem Gutachten zu dem Schluss, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Verzehr solcher Produkte als Ersatz für reguläre Mahlzeiten im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung und einer Verringerung des Körpergewichts tatsächlich nachgewiesen ist. Das ist keine vage Werbeaussage, sondern eine wissenschaftlich geprüfte und EU-rechtlich anerkannte Grundlage.

Entscheidend ist allerdings eine Bedingung: Damit ein Hersteller überhaupt mit dieser Wirkung werben darf, muss das Produkt laut der zugrunde liegenden EU-Verordnung höchstens 250 Kalorien pro Portion enthalten. Wer sich für wie viel Kalorien man am Tag zum Abnehmen essen sollte generell interessiert, findet dort die Grundlagen zum Kaloriendefizit, auf dem auch Abnehm-Shakes letztlich aufbauen. Ein Shake ersetzt also im besten Fall eine kalorienreichere Mahlzeit durch eine kalorienärmere, nicht mehr und nicht weniger. Produkte, die als Ersatz für die Tagesration angeboten werden, mussten früher unter der Bezeichnung „Mahlzeit für eine gewichtskontrollierende Ernährung“ verkauft werden, der rechtliche Rahmen dafür wurde seit 2016 mehrfach angepasst.

Was daraus folgt: Kein Shake der Welt ersetzt ein echtes Kaloriendefizit oder bewirkt einen Gewichtsverlust ohne eine entsprechend angepasste Gesamternährung. Wer das erwartet, wird enttäuscht, unabhängig vom Testergebnis des jeweiligen Produkts.

Interessant an der rechtlichen Historie: Bis 2016 regelte eine eigene Richtlinie speziell die Zusammensetzung solcher „Tagesration“-Produkte, mit sehr konkreten Vorgaben zu Nährstoffen und Pflichthinweisen auf der Packung. Seit die allgemeine EU-Verordnung für Lebensmittel für besondere Ernährungsgruppen den Rahmen übernommen hat, gelten die Detailvorgaben nicht mehr eins zu eins fort, die grundsätzliche Zulassungslogik über die 250-Kalorien-Grenze und den nachgewiesenen Zusammenhang mit dem Körpergewicht bleibt aber bestehen. Für dich als Käufer heißt das praktisch: Ein Produkt, das diese Grenze einhält und korrekt kennzeichnet, steht auf solidem rechtlichem Boden, unabhängig vom Markennamen.

Was Stiftung Warentest bei 20 Abnehm-Shakes gefunden hat

Für den Test wurden 20 Mahlzeitersatzprodukte geprüft, überwiegend in der beliebten Geschmacksrichtung Vanille. Vertreten waren bekannte Marken wie Almased, Slimfast, Metaflow und Herbalife ebenso wie preiswerte Eigenmarken von dm und Rossmann, dazu drei vegan beworbene Produkte und ein Shake mit EU-Bio-Siegel. Die Preise reichten von 0,67 bis 2,87 Euro pro Portion, die Gesamtnoten von gut bis mangelhaft.

Grundsätzlich machten die Ergebnisse laut den Testern Mut: Viele der geprüften Shakes können beim Abnehmen tatsächlich helfen. Das eigentliche Problem lag woanders, nämlich bei der Qualität der Pulver selbst. In mehreren Produkten wiesen die Prüfer Schadstoffe und Keime nach, hinzu kamen häufig kritisierte übertriebene Werbeversprechen und Kennzeichnungsfehler auf den Packungen. Auch geschmacklich zeigten sich laut Test große Unterschiede zwischen den Produkten.

Ein Bericht des Magazins freundin.de über die Testergebnisse nennt den Nestlé Optifast Drink Vanille Geschmack als einen der beiden mit „gut“ bewerteten Shakes, mit besonders positiver Bewertung von Geschmack und Textur. Der vollständige Testbericht mit allen 20 Einzelergebnissen liegt hinter der Bezahlschranke von Stiftung Warentest, wer die komplette Rangliste inklusive aller Schadstoffbefunde möchte, findet sie direkt bei test.de.

Was bedeutet das für deine Kaufentscheidung? Dass ein Produkt „18 von 20“ nicht besteht, heißt nicht automatisch, dass es beim Abnehmen nicht helfen würde, sondern meistens, dass irgendwo an Kennzeichnung, Reinheit oder Geschmack gespart wurde. Genau diese Nebenkriterien sind es also, die am Ende über gut und mangelhaft entscheiden, nicht die grundsätzliche Diät-Logik dahinter. Wer selbst keinen Zugang zum vollständigen Testbericht hat, kann sich an denselben Kriterien orientieren, die im nächsten Abschnitt zusammengefasst sind.


Diät-Shake-Pulver mit Messbecher und Shaker auf Küchentisch
Abnehm-Shakes sind Mahlzeitersatzprodukte, kein Wundermittel

dm, Rossmann und Co.: Schneiden Drogerie-Shakes schlechter ab?

Eine der häufigsten Fragen bei diesem Thema: Reicht auch die günstige Variante aus dem Drogeriemarkt, oder muss es die teure Markenware sein? Die ehrliche Antwort lässt sich aus dem Test nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten, aber ein Fakt ist bereits vielsagend: Sowohl die dm-Eigenmarke Mivolis als auch die Rossmann-Eigenmarke Wellmix waren ausdrücklich Teil des Stiftung-Warentest-Vergleichs, direkt neben deutlich teureren Markenprodukten.

Der Preis allein war im Test kein verlässlicher Indikator für die Endnote. Die Preisspanne reichte von 0,67 bis 2,87 Euro pro Portion, quer durch alle Notenstufen. Wer beim Kauf vor allem auf den Preis schaut, sollte deshalb trotzdem die Kennzeichnung und Inhaltsstoffe im Blick behalten statt sich allein auf den Markennamen zu verlassen.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Unabhängig davon, für welchen Shake du dich am Ende entscheidest, helfen dir diese Kriterien bei der Auswahl:

  • Kalorien pro Portion. Nur Produkte mit höchstens 250 Kilokalorien pro Portion dürfen sich rechtlich auf die anerkannte Wirkungsaussage zur Gewichtskontrolle berufen. Ein Blick auf die Nährwerttabelle lohnt sich also immer.
  • Vollständige Kennzeichnung. Fehlende oder unvollständige Pflichtangaben waren im Test einer der häufigsten Kritikpunkte, ein Warnsignal für die Produktqualität insgesamt.
  • Inhaltsstoffe und Zusatzstoffe. Wer auf künstliche Süßstoffe oder bestimmte Zusatzstoffe verzichten möchte, sollte die Zutatenliste vor dem Kauf genau lesen, nicht erst danach.
  • Geschmack und Zubereitungsart. Ein Shake, der dir nicht schmeckt, wird auf Dauer nicht durchgehalten. Manche Produkte werden mit Wasser angerührt, andere brauchen Milch, das beeinflusst auch die Gesamtkalorienzahl.
  • Preis pro Portion, nicht pro Packung. Erst der Portionspreis macht unterschiedliche Packungsgrößen und Anbieter wirklich vergleichbar.


Fertig zubereiteter Diät-Shake im Glas mit Haferflocken und Beeren
Kalorien pro Portion sind das wichtigste Kaufkriterium bei Abnehm-Shakes

Wer sich generell für seinen Tagesbedarf interessiert, findet ergänzend im Beitrag Wie viele Kalorien sollte man am Tag verbrennen? eine Einordnung, wie sich Kalorienverbrauch und Kalorienzufuhr zueinander verhalten.

Für wen Abnehm-Shakes geeignet sind, für wen nicht

Abnehm-Shakes können eine praktische Ergänzung sein, wenn du gezielt einzelne Mahlzeiten durch eine kalorienärmere Variante ersetzen möchtest und dabei auf ein geprüftes Produkt mit vollständiger Kennzeichnung achtest. Sie sind aber kein Ersatz für eine individuell abgestimmte Ernährungsberatung, und sie ersetzen erst recht keine ärztliche Behandlung.

Nicht pauschal geeignet sind sie unter anderem für Schwangere und Stillende, für Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen, etwa Stoffwechsel- oder Essstörungen. In diesen Fällen gehört die Entscheidung für oder gegen einen Mahlzeitersatz in ärztliche oder ernährungsmedizinische Hände, nicht in die eigene. Auch als dauerhafte Lösung über Monate hinweg sind die Produkte nicht gedacht, dafür braucht es eine grundsätzliche Umstellung der Ernährung.

Realistisch betrachtet eignen sich Abnehm-Shakes am ehesten für Menschen, die im stressigen Alltag eine schnelle, kontrollierte Alternative zu einer unausgewogenen Zwischenmahlzeit suchen, etwa mittags im Büro statt Fast Food. Als vollständigen Ersatz für alle drei Mahlzeiten am Tag über einen längeren Zeitraum sieht das zugrunde liegende Regelwerk sie ausdrücklich nicht vor. Wer eine nachhaltigere Alternative sucht, findet im Beitrag Wie man dünn wird: 7 effektive Strategien weitere Ansatzpunkte, die über einzelne Produkte hinausgehen, ebenso im Beitrag Intervallfasten Tagesplan als strukturierte Alternative ohne Pulver.

Häufige Fragen zu Abnehm-Shakes

Welcher Abnehm-Shake ist laut Stiftung Warentest am besten?

Von 20 getesteten Produkten erhielten insgesamt nur zwei die Note „gut“. Laut einem Bericht über die Testergebnisse gehört der Nestlé Optifast Drink Vanille Geschmack dazu, die vollständige Rangliste mit allen Details liegt bei test.de hinter einer Bezahlschranke.

Wie viele Kalorien sollte ein Abnehm-Shake pro Portion haben?

Höchstens 250 Kilokalorien pro Portion, das ist die rechtliche Voraussetzung dafür, dass ein Produkt überhaupt mit einer anerkannten Wirkung auf das Körpergewicht werben darf.

Kann man mit Abnehm-Shakes wirklich abnehmen?

Laut EFSA-Gutachten ist ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr solcher Produkte im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung und einer Gewichtsverringerung wissenschaftlich nachgewiesen. Entscheidend bleibt aber immer das Kaloriendefizit insgesamt, nicht das Produkt allein.

Sind dm- oder Rossmann-Shakes genauso gut wie teure Marken?

Beide Eigenmarken waren Teil des Stiftung-Warentest-Vergleichs. Der Preis allein war im Test kein verlässlicher Indikator für das Ergebnis, günstige und teure Produkte fanden sich über alle Notenstufen verteilt.

Für wen sind Abnehm-Shakes nicht geeignet?

Für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit Vorerkrankungen sind sie nicht pauschal geeignet, hier sollte immer erst ärztlicher oder ernährungsmedizinischer Rat eingeholt werden.

Fazit

„Der eine beste Abnehm-Shake“ existiert nicht, aber ein echter, unabhängiger Anhaltspunkt schon: Stiftung Warentest fand unter 20 geprüften Produkten nur zwei mit der Gesamtnote gut, unabhängig vom Preis. Wirken können Abnehm-Shakes im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung durchaus, das ist sogar EU-rechtlich anerkannt, vorausgesetzt sie halten die 250-Kalorien-Grenze pro Portion ein. Wer beim Kauf auf vollständige Kennzeichnung, nachvollziehbare Inhaltsstoffe und den tatsächlichen Portionspreis achtet, trifft eine deutlich fundiertere Entscheidung als mit dem nächstbesten selbst ernannten Testsieger im Netz.

Quellen