Turmdrehkran auf einer Baustelle im Morgenlicht vor blauem Himmel mit Betonfundament und Baumaterial

Wie wird man Kranführer? Voraussetzungen, Unterweisung und Nachweis

Beruf und Karriere
Aktualisiert: 13. Oktober 2026 Redaktion:

Kranführer darf nur werden, wer mindestens 18 Jahre alt ist, körperlich und geistig geeignet ist, im Führen des Krans unterwiesen wurde und seine Befähigung dem Arbeitgeber nachgewiesen hat. So steht es in § 29 der DGUV Vorschrift 52, den KomNet NRW wiedergibt. Zum Schluss beauftragt der Arbeitgeber den Kranführer mit seinen Aufgaben. Hier lesen Sie, was das in der Praxis heißt, was die Unterweisung enthält und warum der Kranführerschein kein Führerschein im üblichen Sinn ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kranführer muss mindestens 18 Jahre alt sowie körperlich und geistig geeignet sein, so steht es in § 29 der DGUV Vorschrift 52.
  • Nötig sind eine Unterweisung im Führen des Krans und ein Nachweis der Befähigung gegenüber dem Arbeitgeber.
  • Der Arbeitgeber muss den Kranführer mit seinen Aufgaben beauftragen, das gehört zur Regelung dazu.
  • Die Unterweisung umfasst Krantechnik, Kranbetrieb, Anschlagen von Lasten und praktische Übungen am Kran.
  • Wartung und Instandsetzung übernehmen üblicherweise Fachkräfte, nicht der Kranführer.

Diese Quelle bei Google merken

Damit Beiträge von Wissenmedia bei Ihrer nächsten Google-Suche bevorzugt angezeigt werden.

Als bevorzugte Quelle festlegen

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links*. Wenn Sie über diese Links etwas kaufen, erhalte ich möglicherweise eine kleine Provision. Die mit einem * gekennzeichneten Links tragen dazu bei, die Kosten dieser Website zu decken und qualitativ hochwertige Inhalte bereitzustellen. Für weitere Informationen über Affiliate-Links und deren Kennzeichnung, klicken Sie bitte hier.

Was macht ein Kranführer?

Turmdrehkran auf einer Baustelle im Morgenlicht vor blauem Himmel mit Betonfundament und Baumaterial

Kranführer bewegen Lasten mit einem Kran. Dazu gehört, Lasten sicher anzuschlagen, anzuheben, zu verfahren und wieder abzusetzen. Welche Aufgaben im Alltag dazukommen, hängt vom Kran ab: Ein Brückenkran in der Werkhalle verlangt etwas anderes als ein Turmdrehkran auf der Baustelle oder ein Fahrzeugkran.

Wartung und Instandsetzung des Krans gehören üblicherweise nicht zu den Aufgaben eines Kranführers. Das übernehmen Fachkräfte. Das steht im Auszug aus dem DGUV Grundsatz 309-003, der die Unterweisung von Kranführern beschreibt.

✖


13. Oktober 2026 09:18

Wie wird man Kranführer? Voraussetzungen nach DGUV Vorschrift 52

Eine klassische Berufsausbildung zum Kranführer nennen unsere Quellen nicht. Geregelt ist stattdessen, wen ein Arbeitgeber überhaupt als Kranführer beschäftigen darf. Nach § 29 der DGUV Vorschrift 52 „Krane“, wiedergegeben von KomNet NRW (Stand 10. Februar 2025), muss die Person das 18. Lebensjahr vollendet haben und körperlich und geistig geeignet sein.

Sie muss außerdem im Führen des Krans unterwiesen sein und ihre Befähigung dem Arbeitgeber nachgewiesen haben. Und es muss zu erwarten sein, dass sie die übertragenen Aufgaben zuverlässig erfüllt. Zum Schluss muss der Arbeitgeber den Kranführer mit seinen Aufgaben beauftragen.

Gibt es einen Kranführerschein?

Im Alltag spricht man gern vom Kranführerschein. Ein Führerschein wie für das Auto ist das aber nach den geladenen Quellen nicht. Genannt werden dort die Unterweisung, der Befähigungsnachweis und die Beauftragung durch den Arbeitgeber. Wie Ihr Betrieb den Nachweis handhabt, fragen Sie am besten dort.

KomNet verweist für die Details auf die DGUV Information 209-012 „Kranführer“ und auf den DGUV Grundsatz 309-003 „Auswahl, Unterweisung und Befähigungsnachweis von Kranführern“.

Was lernt man in der Unterweisung?

Leere Kranführerkabine mit Steuerpult und zwei Joysticks und Blick auf eine Baustelle im Tageslicht

Der DGUV Grundsatz 309-003 unterscheidet Theorie und Praxis. In der Theorie geht es um Krantechnik, also Bauarten, physikalische Grundbegriffe wie Standsicherheit und Schwerpunkt, Antriebe, Tragmittel und Sicherheitseinrichtungen. Dazu kommt der Kranbetrieb mit Betriebsanleitung, Handzeichen, Prüfungen vor Arbeitsaufnahme und Verhalten bei Störungen. Dritter Block: Lastaufnahmeeinrichtungen und das richtige Anschlagen und Absetzen von Lasten.

In der Praxis lernen Teilnehmende zuerst den Kran kennen und üben dann. Genannt werden zum Beispiel feinfühliges Anheben und Absetzen, geradliniges Fahren mit und ohne Last, Zielfahren, das Abfangen einer pendelnden Last und die Arbeit mit Einweiser und Anschläger. Für Turmdreh- und Fahrzeugkrane sind weitere Kenntnisse vorgesehen.

Wo findet man eine Unterweisung?

Die Quellen sagen, dass der Arbeitgeber den Kranführer auswählt, unterweist und beauftragt. Die Unterweisung läuft deshalb oft über den Betrieb oder über einen Bildungsanbieter, den der Betrieb beauftragt. Wer sich ohne Arbeitgeber weiterbilden will, fragt bei Bildungsträgern in der Region nach Kursen für den Krantyp, mit dem er arbeiten möchte. Das ist eine praktische Empfehlung von uns, keine Vorgabe der Quellen.

✖


13. Oktober 2026 09:18

Fazit: So wird man Kranführer

Kranführer werden Sie, wenn Sie mindestens 18 sind, gesundheitlich und persönlich geeignet sind, eine Unterweisung am Kran absolvieren und Ihrem Arbeitgeber Ihre Befähigung nachweisen. Der Arbeitgeber beauftragt Sie dann mit den Aufgaben.

Der beste erste Schritt: Klären Sie, mit welchem Krantyp Sie arbeiten wollen, und fragen Sie einen Arbeitgeber oder Bildungsträger nach der passenden Unterweisung.

Häufige Fragen

Wie wird man Kranführer?

Sie müssen mindestens 18 Jahre alt, körperlich und geistig geeignet sein, im Führen des Krans unterwiesen sein und Ihre Befähigung nachweisen. Der Arbeitgeber beauftragt Sie danach (KomNet NRW, Stand 10.02.2025).

Wie alt muss man für den Kran sein?

Nach § 29 DGUV Vorschrift 52 muss ein Kranführer das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Braucht man einen Kranführerschein?

Genannt werden Unterweisung, Befähigungsnachweis und Beauftragung durch den Arbeitgeber. Ein gesetzlicher Führerschein wie für das Auto kommt in den geprüften Quellen nicht vor.

Was lernt man in der Unterweisung?

Krantechnik, Kranbetrieb, Anschlagen von Lasten und praktische Übungen am Kran, zum Beispiel Anheben, Absetzen und Zielfahren.

Wartet ein Kranführer den Kran selbst?

Üblicherweise nicht. Wartung und Instandsetzung führen Fachkräfte aus.

Quellen